
MITs Bericht State of AI in Business 2025 legt eine überraschende, unbequeme Wahrheit offen: Trotz Milliardeninvestitionen in GenAI zeigen 95 % der Pilotprojekte in Unternehmen keine messbare Geschäftswirkung. Was die erfolgreichen 5 % vom Rest unterscheidet, sind nicht bessere Modelle, größere Budgets oder modernere Infrastruktur. In diesem Beitrag greifen wir eine der wichtigsten Erkenntnisse des Berichts heraus: die Lernlücke hinter der GenAI-Kluft.
Die größte Hürde für GenAI ist nicht die Technik, sondern die Kompetenz im ganzen Unternehmen. Der Bericht zeigt: Die meisten Nutzenden greifen für persönliche und kleine tägliche Aufgaben gern zu GenAI-Werkzeugen, aber bei geschäftskritischer Arbeit wollen 90 % von ihnen, dass ein Mensch sie erledigt. Sobald Gedächtnis, Anpassung, Reaktionsfähigkeit und Lernschleifen gefragt sind, bricht die Nutzung ein.
Dieser Befund sollte jede Führungskraft aufhorchen lassen, die eine KI-Transformation vorantreibt. Was die besten 5 % vom Rest trennt, sind nicht Budgets oder Infrastruktur, sondern die menschliche Schicht: die Kompetenzen, die Sicherheit, die Arbeitsabläufe und das Verständnis, die aus KI-Werkzeugen echten geschäftlichen Wert machen.
Dieselben Fachleute, die ChatGPT täglich privat nutzen, erwarten Lern- und Gedächtnisfähigkeiten, sobald die Arbeit geschäftskritisch wird. Viele Beschäftigte nutzen KI-Werkzeuge längst privat und berichten von Produktivitätsgewinnen, während die offiziellen KI-Initiativen ihrer Unternehmen stocken.
Die Werkzeuge fügen sich nicht in reale Abläufe ein: Sie lernen nicht aus früheren Eingaben, passen sich nicht über Teams hinweg an und vergessen Korrekturen. Beschäftigte legen sie schnell beiseite, weil sie starr und langsam wirken und mit dem Arbeitsalltag wenig zu tun haben. Oft wissen die Leute nicht, wie und wann sie KI einsetzen sollen, trauen sich nicht zu, die Ausgaben zu bewerten, und können nicht beurteilen, wann das Modell danebenliegt. Führungskräfte tun sich schwer, KI in bestehende Prozesse einzubauen, und viele Teams haben ihre Abläufe nie auf die Stärken von KI hin umgebaut.
Kurz: Organisationen setzen fortschrittliche Werkzeuge auf unvorbereitete Fundamente, und die KI-Reife bricht an der menschlichen Schicht zusammen. Daraus entsteht, was MIT als Shadow AI beschreibt: Millionen Beschäftigte erledigen echte Arbeit inoffiziell mit Werkzeugen aus dem Consumer-Bereich. Die Menschen finden den Nutzen selbst, aber die Unternehmen holen ihn nicht strukturiert, sicher und skalierbar ab.
Der Schluss ist eindeutig: Organisationen, die in Lernen, in den Umbau von Arbeitsabläufen und in AI Literacy investieren, kommen voran. Wer nur Werkzeuge ausrollt, nicht.
Bei Data Booster geben wir Organisationen die Kompetenzen, die Struktur und die Sicherheit, um Data & AI sinnvoll zu nutzen. Ob Jaarbeurs 350 Menschen durch ein strukturiertes Programm schickt oder PGGM 400 Fachkräfte auf eine Data-Mesh-Zukunft vorbereitet, die Lehre bleibt dieselbe: Sobald Menschen die Kompetenz und die Sicherheit haben, KI gezielt einzusetzen, folgt die Veränderung. Technik beschleunigt den Weg, gehen müssen ihn die Menschen.
Am 24. September richten wir in Utrecht den 10. Data & AI Literacy Round Table aus: HR- und Datenverantwortliche in einem Raum, zur Frage, warum Adoption stockt und wer sie in Gang bringen sollte. Nur mit Einladung, 30 bis 40 Plätze.

